Mittwoch, 9. Januar 2008
ich vermisse den süden..
wir laufen gemeinsam durch bamberg.. verbringen zeit. nicht so viel wie geplant. .und doch.. erlebe ich die stadt sicherlich auch mit dir und durch dich.. aber.. ein aber musste ja kommen.. ich vermisse...die berge.. die weite.. die geborgenheit.. ich vermisse die schönheit, die das herz durch die augen empfängt.. ich vermisse das gefühl eins zu sein mit der welt auf der ich lebe.. ich vermisse den boden unter den füßen.. die verwurzelung.. das wissen um einen platz an den man gehört.. ich vermisse die menschen.. die geschichten. die situationen. das erlebte.. ich vermisse die wärme auf der haut und die sonne in meinem blick..ich hab mich nirgends so aufgehoben und daheim gefühl. das lag nicht mal unbedingt an den menschen... manchmal ist es einfach nur was du siehst.... bzw. fühlst wenn du siehst.. verstehst du mich? Ja .. was wir sehen.. und erleben verändert uns. . verändert das leben... es ist kein wunder, dass du dich hier anfangs nicht mehr so geborgen und sicher gefühlt hast und vieles irgendwie fremd war.. es sind eindrücke die auf dich gewirkt haben an ganz anderer stelle.. plötzlich warst du allein und auf dich gestellt und die momente die du erlebt hast, hast du nicht teilen könne.. oder auch nicht müssen.. es waren allein deine momente.. und wenn man sich darüber im klaren ist.. ist das etwas besonderes. .dadurch wächst man und gewinnt an weitblick.. schaut über den schuhkarton.. des eigenen lebens hinweg.. und ist frei.. will man wirklich diese gewonnene freiheit wieder aufgeben? will man wirklich das alte leben zurück.. will man wieder in die begrenzende alte haut?.. will man wirklich versuchen, dass andere einen verstehen und sich die niederlage diesbezüglich schon eingestehen? oder sind wir nüchtern, dass dies der lauf der dinge ist.. das wir uns verändern , das wir dinge sehen die andere nicht sehen, das wir wege gehen, auf denen kein mensch zuvor gegangen ist.. das unsere gedanken nur uns gehören.. dass das leben, so wie wir es sehen, unser leben ist.. das unteilbar ..mit gedanken oder sichtweisen anderer.. nur uns allein gehört.. Deine Sanne
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1 Kommentar:
Ja der Süden, ich vermisse ihn auch, diesen Süden und alles was ich damit verbinde. Ich war als Kind mit Mama und Papa immer mehrmals im Jahr in den Bergen; Inzell, Garmisch, Reit im Winkel, etc. und wie diese beschaulichen Örtchen alle heißen, es zwar meine zweite Heimat. Und ich vermisse es, ich vermisse die Berge, die Wanderungen, die Bergseen, die Freiheit und die Menschen mit denen ich dies alles erleben kann. Ja Sanne, schau her, selbst ich der nur temporär und quasi nur bis semiteeniegeprägt bin vermisse diese Landschaft. Wie gerne hab ich immer Rosenheim Cops gesehen, weil ich die Landschaft so wunderbar fand und ich immer diese Assosation zu Dir im Hinterkopf hatte. Wie habe ich Dich immer beneidet dort leben und alles genießen zu dürfen. Habe mir vorgestellt Dich dort zu besuchen und all das was ich so mochte wieder zu tun und zu erleben, mit Dir.
Wenn Du neben mir durch Bamberg läufst hab ich das Gefühl Du bist nicht wirklich da und hier angekommen, aber ich hätte Dich so gern hier. Leb und erlebbar ist der Lebensraum so kaum, meine Rolle nicht integrativ. Meine Ideen in mir gefangen; dabei würd auch ich selbst so gerne die Stadt neu entdecken.
Ich kann Deine Gedanken jedoch durchaus nachvollziehen, ich fühle mich momentan nicht viel anders, wennauch aus anderen Gesichtspunkten heraus. Abends kann ich nicht einschlafen, muss mich ins den Schlaf quälen und morgens werde ich täglich von ratternden Gedanken geweckt; die Anspannung in mir bleibt latent. Ich fühle mich alleine, unverstanden, unwohl, unsicher... und wie hat es Mick Jagger mal so treffend formuliert "if you lose your dreams, you might lose your mind"... momentan denke ich irgendwie täglich meine "mind" aus diesem Grunde zu verlieren. Ich ziehe Bilanz, Bilanz meines Lebens, meines Jahres, meiner Jahre, der letzten Monate... schlimm, verheerend, enttäuschend... weiß um den Schlüssel, kann ihn jedoch nicht greifen und hab Angst vor der Zukunft; niemals so richtig glücklich zu werden. Du hast so recht das erlebte verändert uns, aber manchmal können wir auch gerne auf Erfahrungen verzichten. Selbst die positiven machen einen nicht unbedingt glücklicher, manchmal sogar verlorener und orientierungsloser. Manchmal sind es eben auch just diese Pappwände des eigenen Schuhkartons die das Glück innehalten, manchmal liegt es gerade hinter diesen. Er ist oftmals nicht klar ohne sie zu überwinden, nur merkt man dann erst auf der anderen Seite ob man von dort in den Abgrund fällt oder dort ein neuer schönerer Karton auf einen wartet. Vielleicht wird man frei, aber auch dieser freie Fall in den Abgrund bedeutet Freiheit, nur ob diese im Sinne des Erfinders ist bleib fraglich. Manchmal ist es doch ganz adrett wenn man eine Wand des Schuhkartons neben sich weiß, die einem Halt und Schutz gibt, vor der man mit Kraft und Power agieren kann in dem Wissen dass sie da ist.
Manchmal sehne ich mich in eine alte Haut, in eine Haut die nicht so viel gesehen und so viel erlebt hat, die aber in sich abgeklärter war. Ich renne seit fünfzehn Jahren ständig mit Veränderungen durch das Leben, erlebe oder ertrage sie mehr oder minder nüchtern und doch bleibt in mir alles irgendwie gleich. Die Grundsehnsucht nach einem Ankommen bleibt und zehrt an der Substanz. Diese Nüchternheit, ich hab sie satt, ist sie doch nur ein Schutzmechanismus für die eigenen Existenz weil man die Berauschtheit nicht erreichen will, kann oder soll.
Dein Markus
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