Sonntag, 23. September 2007

Herbstnacht




Exemplarische Herbstnacht

Nachts sind die Straßen so leer.
Nur ganz mitunter
markiert ein Auto Verkehr.
Ein Rudel bunter
raschelnder Blätter jagt hinterher.

Die Blätter haschen und hetzen.
Und doch weht kein Wind.
Sie rascheln wie Fetzen und hetzen
und folgen geheimen Gesetzen,
obwohl sie gestorben sind.

Nachts sind die Straßen so leer.
Die Lampen brennen nicht mehr.
Man geht und möchte nicht stören.
Man könnte das Gras wachsen hören,
wenn Gras auf den Straßen wär.

Der Himmel ist kalt und weit.
Auf der Milchstraße hat's geschneit.
Man hört seine Schritte wandern,
als wären es Schritte von andern,
und geht mit sich selber zu zweit.

Nachts sind die Straßen so leer.
Die Menschen legen sich nieder.
Nun schlafen sie, treu und bieder.
Und morgen fallen sie wieder
übereinander her.

Nachts sind die Straßen so leer.
In Budapest zieht ein kalter Schleier auf.
Doch ich lieg danieder in dem wärmend´ Schutz.

Ich unser Gemeinsam´ im Herzen hierfür nutz´.

Sanne, ich hab Dich lieb zuhauf.



Erich Kästner feat. Markus Reinfels


Meine Liebste, Du beschreibst den Hebbel´schen Tag, ich die Kästner´sche Nacht des aufziehenden Herbstes, zusammen schaffen wir ein Ganzes.
Rilkes latente Depressivität lassen wir heute großzügig außen vor und freuen uns lieber zusammen auf den goldenen Herbst, für mich schon fast die schönste Jahreszeit in seiner Farbepracht, der uns hoffentlich ein paar schöne gemeinsame Tage schenken wird.

Freitag, 21. September 2007

Herbsttag


Dies ist ein Herbsttag wie ich keinen sah,

die Luft ist still als atmete man kaum,

und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,

die schönsten Früchte ab von jedem Baum.


Oh stört sie nicht die Feier der Natur.

Dies ist die Lese die sie selber hält.

Denn heute löst sich von den Zweigen nur,

was von dem milden Strahl der Sonne fällt.



Friedrich Hebbel



Das ist mir heute eingefallen.. naja.. eigentlich schon die ganze Zeit denke ich über diese Zeilen nach.
Als ich es für mich aufsagen wollte, hab ich es nicht so ganz zusammen bekommen. Ich habe dieses Gedicht immer wieder mit Rilkes Herbsttag zu mischen versucht.. erfolglos..und die beiden Herren würden sich wahrscheinlich auch auf ihre persönlichen Dichterschlipse getreten fühlen, würde ein Mensch sich derartig über deren ureigene Kreativität hinwegsetzen, um zu versuchen die jeweiligen Verse miteinander zu vereinen.

Da ich aber auch ein Purist vor dem Herren bin, muss ich mich jedweglicher Anmaßung diesbezüglich distanzieren.. und erhebe mein Glas.. auf Friedrich Hebbel.. der den Herbst.. oder auch nur einen Moment im Herbst volltrefflich beschreibt. Die Feier der Natur.. Ein Jahr ist gereift.. und mit ihm die Natur.... der Mensch inmitten dieses scheinbar vollkommenen schauspiels. Ich liebe die Jahreszeit in der ich geboren wurde.

In diesem Sinne

Ihre Hildegard von Bingen

Mittwoch, 19. September 2007

Am Ende des Tunnels


(Margaretenbrücke, Budapest)

Liebste Sanne,
ich hab das Motiv vorgestern in Budapest entdeckt und musste sogleich an Dich denken.
Am Ende jedes dunklen und trostlosen Weges wartet irgendwo ein helles Licht. So wünsche ich Dir von ganzem Herzen die Kraft den Weg zu durchschreiten und irgendwann in der Sonne anzukommen und wenn ich auch nur ab und an ein kleines flackerndes Teelicht in der Dunkelheit sein kann fühle ich mich glücklich.
HDL DM

Montag, 17. September 2007

Sonne für Sanne



Liebe Budapester Sonne, bitte dehne Deine Strahlkraft doch etwas weiter Richtung Westen aus, damit meine liebste Sanne auch in den Genuß Deiner wärmenden Strahlen kommt. Sie hat es definitiv verdient.

MfG Markus Reinfels

Mittwoch, 5. September 2007

Ein paar Fotos aus Budapest

Meine liebste,

ich sitze hier gerade in einer abgeschiedenen Ecke der Corvinus Universität und will das WLAN nutzen um Dir wieder einmal ein paar Dinge in unseren Blog zu stellen. Ich liebe diesen Blog, ohne diesen Blog und Deinen genialen Einfall eines Nachts wäre alle das was wir jetzt haben wohl kaum passiert.

Hier habe ich ein paar Impressionen für Dich aus Budapest. Viel mehr kannst Du in meinem Webalbum ansehen, wo ich Fotos vom ersten Stadtbummel, meines Exils und meiner Universität online gestellt hab. Hier clicken!

Wie versprochen hast Du eine eigene Wand nur für Dich alleine bekommen. Ganz nah am Kopfende meines Betts, weil ich möchte abends neben Dir einschlafen und am Morgen neben Dir aufwachen. Das macht mich sehr Glücklich in meiner relativen Einsamkeit hier in Budapest. Es ist schön, wenn ich Dich ansehen kannst, weil Du schön bist und so viel ausstrahlst, diesen ganz besonderen Zauber.



Ein Blick die Donau hinunter also noch kein Dauerregen auf dem Programm stand. Das habe ich Dir auch gleich nach meiner Ankunft als
MMS geschickt. Jetzt kannst Du es Dir ein wenig klarer und genauer ansehen.




Auch Budapest hat seinen "Olli" und was für einen! In der Modestraße gegenüber vom Kempinski-Luxus-Hotel und neben lauter Exclusiv-Boutiquen. Dafür hat der in Rosenheim (noch) die schönste Store-Managerin die es gibt. Summa summarum definitiv 1-0 für Deutschland.




Wie schon gestern in Skype gesagt, wir sollen einen Laden zusammen eröffnen. Die Idee mit der Exclusiven Mode-Book-Lounge ist sensationell. Und wie wir wieder unabhängig voneinerander zeitgleich spontan exakt die selbe Idee (nun gut, die Mode-Idee stammt auf Deinem klugen Köpfchen) hatten... das muss gut werden. Wir sollten das als Vision im Auge behalten, definitiv. Ich könnte jetzt stundenlang hier weiter schreiben und mir irgendwelche Skizzen, Ideen und Gestaltungsplänen ankommen, aber was will ich diesem Blog nicht antun. Das machen wir dann zu gegebener Zeit lieber live. Das würde ein riesenerfolg werden, Du + ich + unser Traum.

Dienstag, 4. September 2007

Samstag, 1. September 2007

Email an Herrn Skype

Sehr geehrter Herr Skype,

mit den nachfolgenden Zeilen möchte ich Ihnen danken dass Sie vor geraumer Zeit auf die Idee mit dem Video/Talk-Messenger gekommen sind. Sie fragen sich jetzt sicherlich warum ich Ihnen dafür danken möchte. Die Geschichte ist recht einfach erzählt. Wissen Sie, es gab da mal so ein Mädchen, das hab ich einmal in einer Marketingstunde in der FH Coburg gesehen und sie hat mich gleich verzaubert, das ist jedoch schon lange her, gute sechs Jahre. Und jetzt, jetzt hab ich sie wieder gefunden und der Zauber ist noch immer der gleiche und ich glaube wir mögen uns beide wirklich sehr. Blöd nur, dass ich jetzt nach Budapest gehen muss und ich sie erstmal nicht live und in Farbe sehen und erleben kann, das schmerzt und macht mich schon traurig.
Aber da kommt jetzt endlich Ihre Erfindung ins Spiel, dank deren ich ihr Lächeln, ihre Grimassen, ihre Küsschen sehen und ihren Worte lauschen kann, ach wie schön, wie ein Pflaster auf meiner Wunde. Sie waren bestimmt schon oft Nachts was gelegen und haben sich gefragt für was Sie ihre Erfindung eigentlich getan haben, ob die Welt damit nun besser ist oder nicht. Ich kann Ihnen endlich mit Gewissheit sagen, dass die Welt, dass meine Welt damit definitiv besser ist und ich danke Ihnen von ganzem Herzen für ihren Ideenreichtum und Erfindergeist.

Mit herzlichen Grüßen,

Markus Reinfels


P.S. Eine "Human-Transfer" Button würde Skype noch perfektionieren.